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Schneeeinsatz - Die Bereitschaften des Kreisverbanden unterstützen nicht nur im eigenen Landkreis.

Bereitschaften

Das Jahr 2019 zeigte die Stärken der Bereitschaften und ihre Einsatzeinheiten in den Bereichen des Sanitätsdienstes und im Katastrophendienst. Gleich zu Beginn der neuen Jahres konnten die Bereitschaftsmitglieder ihre Qualitäten als ehrenamtliche Einsatzkräfte unter Beweis stellen.

Die Schneekatastrophen über fünf Kreisverbände

SEG Verpflegung in Aktion - Viele Mahlzeiten mussten für die Helfer der Schneekatastrophe zubereitet werden.

Nach langanhaltenden und ergiebigen Schneefällen wurde im Januar in fünf Landkreisen entlang des Alpenhauptkammes der Katastrophenalarm ausgerufen. Davon verschont war der Landkreis Rosenheim, bis auf den Bereich Aschau. Dort befreiten Feuerwehreinheiten tagelang die Dächer von Schneemassen. Als sich hier die Lage entspannte, unterstützten Einheiten des Betreuungsdienstes die Kollegen in den Landkreisen Miesbach und Traunstein. Noch während in Miesbach Betreuungseinheiten die Unterstützung erhielten, forderten die Traunsteiner Kollegen über den Bezirksverband Oberbayern eine Verpflegungseinheit an. Diese Einheit kochte mit ihrer mobilen Küche im Ort Reit im Winkl für 48 Stunden für die Einheiten des Technischen Hilfswerks, Feuerwehr und der Bundeswehr. Zusammen mit Betreuungseinheiten aus Mühldorf übernahmen sie Verpflegung mit drei Mahlzeiten am Tag. Dabei wurde die Küche bis an ihre Leistungsgrenze von 500 Mahlzeiten pro Kochvorgang gebracht. Jeden Tag wurde frisch und abwechslungsreich gekocht. Aber auch andere Einheiten waren beim östlichen Nachbarn im Einsatz, als ein ganzes Dorf, wegen eines drohenden Lawinenabgangs, evakuiert werden musste. Es waren dies SAN- und Transporteinheiten und SEG TuS aus dem östlichen Teil des Landkreises Rosenheim. Im eigenen Landkreis standen während der Schneekatastrophe dem Regelrettungsdienst Einheiten der SEG Transport zur Seite, um das vermehrte Transportaufkommen zu bewältigen. Auch die Unterstützung der Bergwacht war wegen den schlechten Straßenverhältnissen  mancherorts von Nöten.

Neue Fahrzeuge für unsere Bereitschaften

Nachdem einige Fahrzeuge in unserem Kreisverband ein fast biblisches Alter erreichten, war die Freude der Gemeinschaften umso größer, als neue oder gut erhaltene Gebrauchtfahrzeuge in den Dienst gestellt wurden. Aus den Mitteln des Katastrophendienstes des Freistaates Bayern wurden - nach langem Warten - für die Betreuungseinheit in Feldkirchen-Westerham ein Mannschaftstransportwagen (MTW) zu geteilt. Dieses ersetzte ein sehr in die Jahre gekommene Fahrzeug dort und kam vollausgestattet. Durch Umstrukturierungen wurde ein weiterer MTW für die Bereitschaft Kiefersfelden beschafft. Dieser ersetzte ein mehr als 30 Jahres altes Auto.

Weitere Bereitschaften haben aus Eigenmittel betagte Fahrzeuge für die Transport-Schnelleinsatzgruppen ersetzt.

Neue Fahrzeuge für die Bereitschaften - Ersatzbeschaffung für betagte Einsatzmittel
Auch im Inneren muss alles seine Ordnung haben - Gut ausgestattete Fahrzeuge sind für den ehrenamtlichen Einsatz wichtig.

Kernaufgabe der Bereitschaften im Kleinen und Großen professionell gemeistert

Viele kleine Sanitätsdienste, aber auch einige sehr große Dienste wurden im Jahr 2019 von unseren Bereitschaften professionell abgearbeitet. Die Kernaufgabe der BRK-Bereitschaften umfasst eine große Bandbreite an Veranstaltung von Sport und Kultur. Hervorzuheben sind die großen Dienste im Kreisverband, welche nur in der Zusammenarbeit der Gemeinschaften funktionieren. Es sind dies die Technoveranstaltung „Echolon“ in Bad Aibling und das Rosenheimer Herbstfest, dem drittgrößten Volksfest in Bayern. Viele Tausende von Stunden sicherten die Einsatzkräfte der Bereitschaften die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung des Landkreises Rosenheim. Getreu nach dem Motto „Wenn Sie feiern, dann passen wir auf Sie auf!“

Aktivität der Fachdienste Motorradstreife und PSNV

Das Gespräch suchen - Wichtig für die Verarbeitung belastender Einsätze.

Die Bereitschaften unterhalten noch einige Fachdienste, die nicht so bekannt sind, aber ebenso wichtig für alle. Zum einen die Motorradstreife und zum anderen den Fachdienst Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV). Die Motorradstreife der Bereitschaften versieht ihren Dienst meist von Pfingsten bis zum Ende der Sommerferien. Auch bei Katastropheneinsätzen und großen Sanitätsdiensten werden die Fahrer der Motorradstreife zur Unterstützung herangezogen. Im letzten Jahr hatte ein Fahrer einen großen Schutzengel dabei, als er sich bei einer unverschuldeten Kollision mit einem PKW verhältnismäßig leichte Verletzungen zuzog. Die Einsatzmaschine hatte jedoch nur noch Schrottwert. Durch die Verfügungsstellung einer Leihmaschine konnte die Dienstsaison noch erfolgreich beendet werden. Parallel lief eine beispielhafte Spendenaktion mit einem erfolgreichen Ende. Bereits in die Saison 2020 startet die Motorradstreife mit einer neuen Maschine. 

Der Fachdienst PSNV agiert meist im Verborgenen, aber dafür sehr effektiv und die Einsätze sind oft von längerer Dauer. Die Mitglieder der PSNV betreuen von einem Notfall Betroffene und deren Angehörige, aber auch die Einsatzkräfte selbst, wenn die Psyche „Erste Hilfe“ braucht. Bei 45 Einsätzen wurden 2019 von den Mitgliedern dieses Fachdienstes insgesamt 132 Personen betreut. Auch 27 Einsatzkräfte fanden ein offenes Ohr, da es ihnen nach Einsätzen nicht so gut ging. Es ist gut, dass es die Kollegen der PSNV gibt!

Tag der offenen Tür beim BRK Bad Aibling

Live dabei beim Einsatz - Die Besucher konnten in Bad Aibling das Einsatzgeschehen hautnah miterleben.

Das Rote Kreuz stellte sich mit einem Tag der offenen Tür der Bad Aiblinger Bevölkerung vor. Es zeigte die verscheidenden Facetten der Rotkreuzarbeit sehr eindrucksvoll und die Bevölkerung zeigte reges Interesse. Alle Gliederung zeigten ihre Einsatzfahrzeuge und -material, das zum Teil aus Spenden der Bevölkerung finanziert wurde. Mit der Veranstaltung wollte man sich auch für diese Unterstützung bedanken. Den ganzen Tag über konnten sich die zahlreichen Besucher informieren und bei einer deftigen Brotzeit zu einem Gespräch verweilen. Vorführungen des Rettungsdienstes und der Bereitschaften demonstrierten eindrucksvoll das Zusammenspiel des Ehren- mit dem Hauptamt. Im Bereich der Ersten-Hilfe-Ausbildung konnten die Besucher ihr Wissen testen. Bei den Kindern waren das Schminken 

und die Hüpfburg die Attraktionen. Das neue Fahrzeug der Bereitschaft , der SAN-Gerätewagen 25, der durch hohe Eigenleistung und nicht minder hoher Spendenbereitschaft beschafft werden konnte, stand ebenso zur Besichtigung bereit. Rundherum war es ein gelungener Tag für die Bad Aiblinger Gemeinschaften.