JugendrotkreuzJugendrotkreuz
Kreiswettbewerb der Wasserwachtjugend. Personenrettung als Aufgabe einer Schwimmstaffel.

Jugendrotkreuz

Was haben ein Dreiecktuch, eine Rettungsboje und ein Klettergurt gemeinsam? Richtig - sie sind Gegenstände, die unsere BRK-Nachwuchsretter in ihren Gruppenstunden kennenlernen. Ob als Jugendrotkreuzler, Jugendwasserwachtler oder Jugendbergwachtler –zahlreiche Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 18 Jahren engagieren sich in unserer Jugendarbeit und wollen später als aktive Rotkreuz-Einsatzkraft tätig werden. Damit das gelingt, finden jährlich zahlreiche Veranstaltungen statt.

Kreiswettbewerb Wasserwacht Jugend

Im März 2018 hieß es wieder: Auf die Plätze, fertig, los! Am 03./04.03.2018 haben über 200 Kinder und Jugendliche das Klepper-Hallenbad und die Turnhalle der Mädchenrealschule in Rosenheim unsicher gemacht. Der an zwei Tagen stattfindende Wettbewerb verlangte den Nachwuchswasserwachtlern einiges ab. Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen von Wissen und praktischem Können. Stationen mit praktischen Aufgaben in Erster Hilfe, Fragen zum Fachwissen über „Notfälle in und am Wasser“ und wasserwachtspezifisches Wissen, wie zum Beispiel Knotenkunde wurden abgeprüft. Frisch gestärkt nach dem Mittagessen, zubereitet durch die Verpflegungseinheit der Sanitätsbereitschaft Raubling, stand am Nachmittag der schwimmerische Teil im Klepperbad auf dem Programm. Hier mussten die Mannschaften ihre wochenlang trainierten Fähigkeiten im Rettungsschwimmen in verschiedenen Staffeln unter Beweis stellen. Nach einem Filmabend und einer kurzen Nacht, wurden am Sonntag Schilder zum Thema Bade- und Eisregeln für den Maibaum des BRK-Seniorenwohnens Küpferling gestaltet (dieser Maibaum wurde dann zum 1. Mai mit den Bewohnern aufgestellt). Abgeschlossen wurde das Wettbewerbswochenende mit der Siegerehrung.

Kreiswettbewerb Jugendrotkreuz

So sehen Sieger aus. Bei den Wettbewerben der Jugend zeigen alle ihr Können - hier die Mannschaft aus Rohrdorf.

Der Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes fand am 21.04.2018 in der Mittelschule in Bad Endorf statt. Am Samstagmorgen starteten neun Mannschaften mit 52 Kindern und Jugendlichen und ihren 16 Betreuern in den Wettbewerb. Die praktischen Stationen wie „Schlaubayer“ und „Wir & das Rote Kreuz“ stellten die Kinder vor spannende Herausforderungen. Auch in den üblichen Stationen wie Erste-Hilfe-Theorie und Erste-Hilfe-Praxis bewiesen die Teilnehmer vor den kritischen Augen der Schiedsrichter ihr Können. Durch die Station „Fun & Action“ und einer Fotobox wurde der Wettbewerb aufgelockert. Sieger des Wettbewerbs in den Altersstufen Bambini (6-8 Jahre), I (9-12 Jahre), III (16-27 Jahre) sind die Mannschaften aus der Ortsgruppe Bad Endorf und in der Stufe II (13- 15 Jahre) die Ortsgruppe Rohrdorf.

Bergwachtjugend - Aktionen 2018

Foto: L. Basler
Mit der Bergwachtjugend hoch hinaus. Klettern will gelernt sein - das Üben an der Kletterwand gehört zum Repertoire der Bergwacht.

Auch die Bergwachtjugend war 2018 wieder sehr aktiv. Während im Jugendrotkreuz und der Wasserwacht meist wöchentlich Gruppenstunden angeboten werden, beschränken sich die Bergwachtjugendgruppen meist auf ein Angebot im Monat - dies wird dann aber für eine größere Unternehmung genutzt. Durch die gemeinsamen Aktivitäten lernen die Jugendbergwachtler die vielfältigen Einsatzgebiete und Aufgabenbereiche der Bergwacht kennen. Ebenso wird der Zusammenhalt in der Gemeinschaft und die Nähe zur Natur gefördert.

  • Klettern und Bouldern in der Kletterhalle Rosenheim
  • Klettern und Klettersteige am Fels
  • Hüttenübernachtung
  • Knoten- Funkkunde
  • Skifahren/ Skitouren
  • Rodeln
  • Gipfeltouren
  • Mähaktion des Bund-Naturschutz (Bergwacht Brannenburg)

Juniorwasserretterprüfung

Nach einjähriger Pause konnte 2018 wieder eine Prüfung zum Juniorwasserretter angeboten werden. Diese haben am 02.06.2018 insgesamt 21 Kinder und Jugendliche der Wasserwachten Bad Endorf/
Höslwang, Bad Aibling und Bernau in den Altersstufen I und II erfolgreich abgeschlossen. Die Prüfung fand an der Wachstation der Wasserwacht Bernau statt. Die Jugendwasserwachtler mussten hier ihr erlerntes Wissen in Knoten, Verhalten in der Öffentlichkeit, Rotkreuzwissen, Umgang mit den Rettungsgeräten und vielem mehr unter Beweis stellen. Der anstrengende Prüfungstag wurde mit einer Bootsfahrt und einem gemeinsamen Grillen abgerundet.

Ausflüge / Aktionen

Gipfelstürmer. Kameradschaft und gemeinsame Unternehmungen schweißen zusammen und bereiten auf künftige Aufgaben vor.

Auch 2018 standen wieder einige Ausflüge in der Jugendarbeit auf dem Programm. So ging es vergangenes Jahr in den Tierpark Hellabrunn nach München. Über 50 Kinder und Jugendliche der BRK-Jugend hatten sich angemeldet und verbrachten den ganzen Tag bei schönstem Wetter, Privatführung und Picknick im Zoo. Ein weiteres Higlight war dann Ende Juni das Scotland-Yard-Spiel „Die Jagd nach Mrs. X“ in München- hier nahmen rund 20 Jugendliche der BRK-Jugend teil. Aufgabe war es, die Mrs. X im Münchner U-Bahnnetz zu fangen. Sie gab den Jugendlichen via Handy regelmäßig Tipps über ihren Aufenthaltsort. In Gruppen bewegten sich die Jugendlichen durch das U-Bahnnetz und nach erfolgreichem „Fangen“ der Mrs. X gab es noch Pizza für alle im Park.

Jugendleitersitzungen / Jugendleiterausflug

Um regelmäßg in Kontakt und Austausch mit den Jugendleitern aus Jugendrotkreuz, Wasserwacht und Bergwacht zu bleiben, finden jährlich vier Jugendleitersitzungen statt. Diese Treffen dienen der Netzwerkarbeit unter den einzelnen Ortsgruppen und verstärken das Gemeinschaftsgefühl der Jugendleiter. Vom 14. bis 15.09. fand das jährliche Jugendleiter-Dankeschön statt. Ziel dieser Veranstaltung ist es, den Jugendleitern und Gruppenleitern für ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit zu danken. Diesmal stand ein Hüttenwochenende auf dem Spitzsteinhaus auf dem Programm.

Schularbeit

Auch 2018 konnten wieder steigende Zahlen in der Schularbeit verzeichnet werden. Haben wir 2017 noch 2.332 Teilnehmer im (Mini-)Trau-dich und Juniorhelferprogramm ausgebildet, können wir mit Abschluss des Jahres 2018 auf eine Zahl von 3.225 Teilnehmern blicken. Durch das hohe freiwillige Engagement von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Gemeinschaften vor Ort ist es uns zusätzlich möglich, bei fast jedem Kurs einen Rettungswagen oder andere BRK-Einsatzfahrzeuge (z.B. Wasserwacht-Quad) vorzustellen. Das freut vor allem die Kinder und ermöglicht uns nachhaltige Kooperationen mit Schulen und Kindergärten. Weiterhin konnten wir fünf neue Kooperationen mit örtlichen Schulsanitätsdiensten schließen, eine Weiterförderung des DRK-Generalsekretariats für unsere Juniorhelfer-AGs für uns gewinnen, sowie die Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle „Schulbezogene Jugendarbeit“ des Kreisjugendrings Rosenheim ausbauen. Im Jahr 2018 waren wir zusätzlich an verschiedenen Schulen mit unseren Projekten in Ganztagsklassen integriert und konnten uns wieder am Projekt „Teddybärkrankenhaus“ beteiligen. Im Dezember konnte dann ein weiterer Multiplikator-Lehrgang „Juniorhelfer“ für Lehrkräfte angeboten werden.

Notfalldarstellung

Foto: Ch. Retzer
Wunden perfekt geschminkt. Die Jugend engagiert sich auch in der Notfalldarstellung und ist Spezialist für realistisches Wundenschminken.

1.611 Einsatzstunden 2017 gegenüber 2.877 Einsatzstunden 2018 - Unsere Bilanz der Notfalldarstellung. Insgesamt waren 78 ehrenamtliche Mitglieder aus Jugendrotkreuz, Bereitschaft, Wasserwacht und Bergwacht bei 42 verschiedenen Veranstaltungen an 158 Tagen im Einsatz. Die Notfalldarstellung unterstützt in alter Gewohnheit bei den praktischen Teilen der Sanitätsausbildung, Wasserretterausbildung und den Fachlehrgängen Rettungsdienst, um die Ausbildung so praxisnah wie möglich zu gestalten. Auch bei den Wettbewerben und Veranstaltungen der Jugend, sowie zahlreichen Kinderschminkaktionen waren die Mimen und Schminker wieder im Einsatz. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme von 53 Notfalldarstellern an der „Herbstwind“-Übung in unserem Kreisverband.