Jahresbericht 2018Jahresbericht 2018

Jahresbericht 2018

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Inhalt

Vorwort

Die Gegenwart muss schon auf die Zukunft vorbereitet sein.
Wilhelm von Humboldt, 1767–1835 dt. Philosoph

Der Vorsitzende

Liebe Kameradinnen und
Kameraden,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich bedanke mich bei allen, die im Jahr 2018 im Namen des Roten Kreuzes und unseres Kreisverbandes unterwegs waren und im Namen der Menschlichkeit ihren Einsatz geleistet haben. Herzlichen Dank allen Spendern und Förderern, mit deren Hilfe wir unsere Ziele und Aufgaben erfüllen können. Desweitern möchte ich mich für die kameradschaftliche Zusammenarbeit bei den anderen Wohlfahrts- und Hilfsorganisationen, bei allen zuständigen Behörden, Kommunen und bei unserem BRK Präsidium sowie dem BRK Bezirksverband Oberbayern bedanken.
2018 konnten wir unseren Fuhrpark sowie die technische und kaufmännische Ausstattung durch Ersatzbeschaffungen auf dem bisherigen Niveau halten.
In Feldkirchen-Westerham wurde der Bau des BRK-Zentrums samt Rettungswache fertiggestellt. Mit dem Projekt haben wir im westlichen Landkreis eine vernünftige Unterbringung für die Rettungswache, die Sanitätsbereitschaft und das Jugendrotkreuz, einschließlich der Fahrzeuge mit den Rettungsgeräten geschaffen. Weiteres Ziel soll es sein, dort der Bevölkerung unsere gesamte Leistungspalette anzubieten.
Für das alte, technisch nicht mehr aktuelle Einsatzleitfahrzeug wurde ein Ersatz beschafft und in Dienst gestellt.
Für unsere Jugend konnte ein neues Fahrzeug beschafft werden. Es konnte im Frühjahr 2019 mit großer Freude der Jugend übergeben werden. Langjährige zweckgebundene Spenden machten dies möglich.
2018 war weiter stark mit personellen Schwierigkeiten belastet. Die Einführung des Notfallsanitäters im Rettungsdienst mit dessen Aus- und Fortbildung, verbunden mit notwendiger Personalvorhaltung, brachte Probleme. Daneben waren vermehrt Krankheitszeiten und der Personalmangel am Arbeitsmarkt zu bewältigen; inzwischen ist eine Besserung eingetreten.

Die Wasserwacht Oberaudorf kann in Kürze am Luegsteinsee eine neue Wachhütte beziehen. Kosten entstehen hierfür von ca. 125 Tausend Euro. Die Gemeinde Oberaudorf als Eigentümer trägt hierzu 80 Tausend Euro, hierfür nochmals vielen Dank. Der Rest kommt aus Spenden und dem Kreisverband.
Zusammenfassend will ich nur sagen: Mit dem Verlauf 2018 waren wir, trotz nachlassender Ertragslage, insgesamt noch zufrieden, die Vermögenslage ist geordnet und die Finanzlage ließ uns jederzeit den Verpflichtungen nachkommen. Die Innere Revision unseres Landesverbandes hat uns für den Jahresabschuss 2018 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Für 2019 konnten wir einen angeglichenen Haushalt aufstellen.
Unsere Liquidität leidet derzeit durch einen hohen Forderungsbestand an den Rettungsdienst. Insoweit ergeben sich Unwägbarkeiten, die zur Zeit noch nicht abschließend bewältigt werden können. Die Probleme sind dringend zu lösen. Das Niveau des Rettungsdienstes in Bayern könnte nachhaltig Schaden erleiden. Das muss auch der Politik bewusst sein.
Vorstand und Geschäftsführung wollen unseren BRK-Kreisverband weiter vorwärtsbringen. Wir dürfen uns von Problemen und Schwierigkeiten nicht aufhalten lassen, sondern gehen unsere Ziele gemeinsam an.

Ihr
Karl-Heinrich Zeuner
Vorsitzender

Der Kreisgeschäftsführer

Liebe Kameradinnen und
Kameraden,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Rot-Kreuz-Freunde,

das vergangene Jahr war vor allem durch personelle und finanzielle Nöte im Rettungsdienst geprägt. Trotz der in Aussicht gestellten Systemveränderungen kam es bisher zu keiner Umstellung, sodass dieses Problem in 2019 vordringlich zu lösen ist.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, setzte unser Kreisverband 2018 u.a. auf Digitalisierung. Es wurden neue und leistungsstarke EDV-Lösungen in den Bereichen Ausbildung und Hausnotruf eingesetzt und ein neues Kassensystem in den Kleiderläden eingeführt. Eine neue Zeiterfassung und eine Facility-Software sollen folgen. All diese Maßnahmen unterstützen letztendlich die Mitarbeiter und sorgen für geringeren Personalaufwand.
Die Umsetzung der letzten Tarifverhandlungen und die damit verbundenen Überleitungen der Rettungsdienstmitarbeiter in die neuen R-Tabellen nahm viel Zeit in Anspruch. Die neue Datenschutz-Grundverordnung und ihre Auswirkungen auf viele Abläufe im Haupt- und Ehrenamt war ein weiteres „Highlight“.
Ein großes Ereignis war die Eröffnungsfeier unseres neuen Rot-Kreuz-Zentrums in Feldkirchen-Westerham im Juli. Die Bausumme von ca. 2,3 Mio. Euro war die größte Investition seit Jahrzehnten. Eine weitere große Investition war die Beschaffung des neuen Einsatzleitwagens, der 2018 in Betrieb genommen wurde.
Mit dem allgemeinen Geschäftsverlauf konnten wir  soweit zufrieden sein. Es gab eine Steigerung im Bereich „Bildung“. Hier zählten wir erstmals über 11.000 Teilnehmer an unseren Bildungsmaßnahmen. Auch die Hausnotrufanschlüsse wurden um 11,5 % gesteigert. Leider erwarten wir im Bereich Altkleider einen gravierenden Rückgang der Erlöse aufgrund der Senkung des Rohstoffpreises. Hier müssen wir die Entwicklung weiter beobachten und entsprechend reagieren. Somit ist es für uns erst recht wichtig, eine der Hauptsäulen unserer Finanzierung, die Fördermitglieder, weiter in ihrer positiven Meinung zum Roten Kreuz zu bestärken und weitere Menschen von unserer hervorragenden Arbeit zu überzeugen.
Die Herausforderungen für die kommenden Jahre sind klar. Die Besetzung des Kreisvorstandes und die Vorstandschaften auf Orts- und Kreisebene muss sichergestellt werden. Die Umsetzung des neuen Tarifabschlusses und die Refinanzierung bleiben spannende und anspruchsvolle Aufgaben.  Um eine Schieflage des Kreisverbandes zu verhindern, muss die Mittelverteilung im Rettungsdienst geändert werden, wenn der Kostenträger die Forderungen nicht zu 100 % erfüllt. An den Standorten Rosenheim, Rohrdorf und Bad Endorf gibt es einen steigenden Platzbedarf. In Bruckmühl konnte man sich bereits mit der Gemeinde und dem First Responder Förderverein über eine Standortlösung einigen, die hoffentlich noch 2019 zur Umsetzung kommt. Der Rettungsdienst und die Bereitschaft beziehen Mitte des Jahres in Kolbermoor ihre neuen Räume. Wir werden das Thema „Fundraising“ und die Weiterentwicklung im Bereich Kinder- und Jugendpflege verstärkt angehen.
Geschäftsführung, Vorstand und Gemeinschaften haben auch 2018 wieder konstruktiv und partnerschaftlich zusammengearbeitet. Die Schlüsselwörter heißen hier absolute Transparenz sowie Vertrauen.
Im Ehrenamt ist spürbar, dass das Engagement durchschnittlich in seiner Dauer abnimmt. Es wird immer schwieriger, „Motoren“ zu finden, die Verantwortung übernehmen. Dieser Wandel in der Gesellschaft ist nicht nur eine Rot-Kreuz-Phänomen, sondern lässt sich in allen Bereichen des bürgerlichen Engagements beobachten. Hier sind die Entscheidungsträger in der Politik wie auch Verbände gefordert, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen.

Ihr
Martin Schmidt
Kreisgeschäftsführer