Jahresbericht 2020Jahresbericht 2020

Jahresbericht 2020

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Inhalt

Vorwort

Die Welt ist undankbar, sagen viele. Ich habe nicht gefunden, dass sie undankbar sei, wenn man auf die rechte Art etwas für sie zu tun weiß.
Johann Wolfgang von Goethe

Der Vorsitzende und der Kreisgeschäftsführer

Liebe Rot-Kreuz Familie, liebe Freunde, Förderer, Unterstützer und Spender des BRK-Kreisverbandes Rosenheim,

damit drückt der große Dichter in einem Satz aus, was uns alle im Bayerischen Roten Kreuz, ob Aktive oder Förderer und Spender oder im Hauptamt bewegt. Jeder ist auf seine Art Idealist und tut das Beste für unsere Gesellschaft.
Doch die Welt von gestern hat sich 2020 durch die Pandemie mit dem Corona-Virus schlagartig und schnell verändert. Sie ist nicht mehr wie sie war. Wir müssen noch eine Zeit mit diesen Zuständen leben. Unser gesamter Landesverband befindet sich immer noch im festgestellten „Krisenfall“. Hoheitlich staatliche Einschränkungen erschweren unser Verhalten und unsere Arbeit. Jedoch dienen sie unserer Gesundheit und der unserer Mitmenschen. Das muss akzeptiert werden.
So geht es uns allen zum Jahresende 2020. Unsere Gedanken lassen uns das vergangene Jahr nochmals aufleben.


Wir erinnern uns
Wir gedenken in Dankbarkeit unserer Kameradinnen und Kameraden, welche aus dem Leben gerissen wurden. Ihre langjährigen Dienstzeiten für das BRK und die Gesellschaft waren wertvoll. Sie fehlen uns und wir werden sie nicht vergessen.
Unser Dank gilt unseren Spendern und Förderern, insbesondere der Emmy Schuster-Holzammer Stiftung. Ohne sie wäre unsere Arbeit nicht gestaltbar.
Allen, welche in Ehren- und Hauptamt tätig waren, danken wir herzlich für ihren Einsatz und Arbeit im schwierigen Jahr 2020. Es hat sich gezeigt: Gemeinsam sind wir stark! Danken wollen wir auch den befreundeten Hilfsorganisationen (FFW, MHD, JUH, THW, DLRG, Ambulanz, ÖRK Kufstein) für die vertrauensvolle Zusammenarbeit 2020, ebenso allen Kommunen und ihren Bürgermeistern, Stadt- und Gemeinderäten sowie dem Landkreis mit dem Landrat und seinen Mitarbeitern für die Unterstützung, welche sie uns 2020 gewährt haben.
Bei unserer BRK-Bezirksvorsitzenden Christa Stewens und dem Bezirksverband, sowie unserem BRK-Präsidenten Theo Zellner mit seinem Landesverband bedanken wir uns ebenfalls für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit.


Zur wirtschaftlichen Situation
Corona-bedingt mussten unsere Kleiderläden schließen, die Breitenausbildung konnte nicht mehr durchgeführt werden, die Altstoffverwertung erfuhr einen erheblichen Preisverfall und auch in den übrigen Geschäftsbereichen und in der Verwaltung waren große Beeinträchtigungen zu verzeichnen. Im Ehrenamt konnten keine Sanitätsdienste stattfinden.
Unsere Leistungspflichten konnten, trotz aller Schwierigkeiten, erfüllt werden. Wirtschaftlich hat uns das Jahr 2020 durch Corona und seine Auswirkungen stark gebeutelt. Trotz Prüfung und Inanspruchnahme aller möglichen Förderprogramme wird der Kreisverband voraussichtlich mit einem Defizit 2020 abschließen. Unser monatliches Reporting-System verschafft für alle Vorstandsmitglieder, dem Haushaltsausschuss und den Führungskräften der Gemeinschaften größte Transparenz über den jeweiligen wirtschaftlichen Verlauf des Kreisverbandes.


Unsere Reaktion auf Corona
Noch im Februar setzten wir unser Kreisverbands-Krisenmanagement unter Führung von Martin Schmidt und Stefan Müller und unter Beteiligung vieler haupt- und ehrenamtlicher Kräfte, welche besonders gut zusammengewirkt haben, in Gang. Die Schwerpunkte der Tätigkeit waren die Beschaffung von medizinischem Sachbedarf und persönlicher Schutzausrüstung, sowie die Aufrechterhaltung der entsprechenden Logistik samt Abwicklung der anfallenden Einsätze. Die Hauptaufgabe war die Kommunikation mit der FÜGK des Landratsamtes, den überörtlichen Rot-Kreuz-Krisenstäben und die innerverbandliche Darstellung der Lage mit den daraus resultierenden Entscheidungen der Krisenmanager.  Dem Thema Corona ist in diesem Jahresbericht ein eigenes Kapitel gewidmet, dort sind auch weitere Details unserer Tätigkeiten zu finden.

Zu Besonderheiten 2020 unserer Arbeit

Entwicklung Kinder, Jugend und Familie: Trotz aller Einschränkungen konnte der Betrieb des am 7. Januar eröffneten Jugendtreffs „Mosaik“ in Bad Aibling fortgeführt werden. Hinzu kamen in diesem Jahr zwei weitere Einrichtungen; jeweils im September eröffnete die Großtagespflege „Die Seewichtel“ in Prien sowie die Mittagsbetreuung an der Grundschule Schönau.
Unser Standort Feldkirchen-Westerham ist seit dem 1. November Stützpunkt für den Bereich „Essen auf Rädern“, der nun von Westen des Landkreises aus die Tischgäste in Feldkirchen und Bruckmühl mit zwei Touren bedient.
Des Weiteren wurden in Feldkirchen-Westerham die Vorhaltezeiten unseres Rettungsdienstes von 112 auf 138 Wochenstunden ausgeweitet. Dadurch ergibt sich für die Notfälle dort eine Verbesserung. Die erforderliche Organisation samt Durchführung konnte von uns bereitgestellt werden.
Bewerbung an einer Ausschreibung für zwei neue Rettungswagen-Stellplätzen in Eggstätt und Bad Feilnbach durch unseren Kreisverband. Der Zuschlag ging an die Ambulanz Rosenheim. Wir gratulieren fair und wünschen viel Erfolg beim Betrieb der beiden Stellplätze.
In Bruckmühl konnten wir neue Räumlichkeiten für die Bereitschaft und den First Responder in Betrieb nehmen. Damit sind diese Einheiten auch ordentlich untergebracht.
Die moderne und zeitgerechte Wasserwachtstation am Luegsteinsee in Oberaudorf wurde fertiggestellt und ging in Betrieb.
Unser Projekt „Digitalisierung“ wurde entsprechend unserer Planung fortentwickelt. Es ist Rüstzeug für die Zukunft.

Zum Ehren- und Hauptamt
Die Zusammenarbeit zwischen Ehren- und Hauptamt wurde speziell in der Krise auf eine neue Probe gestellt. Speziell in den Leitungsebenen und auch im Krisenstab hat sie ein hohes Niveau erreicht, welches positive Ausblicke auf Augenhöhe für die Zukunft sichert. Die Kolleginnen und Kollegen im Hauptamt brachten sich gerade in der Krise enorm ein. Die Krankheitstage sind zurückgegangen und die Bereitschaft, einzuspringen, ist gestiegen.
Ehren- und Hauptamt musste sich in dieser Situation 2020 auf viel Neues einlassen. Jeder war vorbehaltslos überall einsatzbereit. Die Disziplin war enorm und die Anweisungen des Krisenstabes wurden stets umgesetzt. Die gilt auch für die erlassene Haushaltssperre. Dabei wurden die Ausgaben auf das Notwendigste beschränkt und absolut notwendige Anschaffungen mit dem Kreisgeschäftsführer abgestimmt. Diese verständnisvolle Gemeinsamkeit hat uns beeindruckt und wir sind dafür dankbar. Sie gibt uns für eine gute Zukunft Hoffnung.

Zum Ausblick auf 2021

Corona wird uns auch in 2021 noch umfangreich betreffen und beschäftigen.
An der A93 wurde Mitte Februar erneut at hoc ein Testzentrum unter der Federführung des BRKs in Betrieb genommen und bis zur Ablösung durch die Bundeswehr durch die Hilfsorganisationen betrieben.
Am 23.01.2021 fanden im KUKO Rosenheim die Neuwahlen des Kreisverbands-Vorstandes und der Kreisbereitschaftsleitung für die nächste Wahlperiode (vier Jahre) statt. Wir wünschen der neu gewählten Vorsitzenden Daniela Ludwig alles Gute und für die Führung des Kreisverbandes eine erfolgreiche Zeit.
Die Führungsebene der anderen Gemeinschaften werden im ersten Kalendervierteljahr 2021 gewählt. Der neu gewählte Kreisvorstand ist ab der konstituierenden Sitzung voraussichtlich im Mai 2021 im Amt. Die Führungsebenen werden sich teilweise neu strukturieren und das ist gut so. Die BRK-Zeit von Heiner Zeuner geht nach 20 Jahren Vorsitzender zu Ende. Mit 75 Jahren und 60 Jahren BRK ist es auch genug. „Ich habe mit Freude dem BRK gedient und mein Bestes gegeben“, kommentiert Zeuner seinen Abschied.  
Der Kreisgeschäftsführer Martin Schmidt wird allen bewährt wie bisher und auch in Zukunft zur Seite stehen.


Eines gilt:

Wir brauchen viele neue Ideen. Mit Ladenhüter werden wir die Zukunft nicht erreichen
Norbert Blüm, Politiker

Dafür wünschen wir allen alles Gute.

Herzlichst Eure

Heiner Zeuner und Martin Schmidt