Lehrwache Rosenheim
Teilnehmer der Eisrettungsübung
Die Lehrwache
Die Rettungswache Rosenheim wurde auf unseren Antrag bei der Regierung von Oberbayern im Oktober 1991 zur Lehrrettungswache bestellt.
Wir können somit nach dem Rettungsassistentengesetz und der Rettungsassistenten Ausbildungs- und Prüfungsordnung Praktikanten ausbilden.
Verantwortlich für die Lehrrettungswache ist Franz Maier, der mit den Praxisanleitern Martin Schmidmayer, Harald Moser sowie Thomas Neugebauer die Praktikanten betreut.
Praktikum
Es gibt zwei Arten von Praktika. Zum einen das Praktikum in dem der Praktikant zwischen den theoretischen Blöcken seine praktische Ausbildung erhält und dann nach zwei Jahren seine staatliche Prüfung machen kann. Die andere Variante ist eine einjährige theoretische Ausbildung mit der staatlichen Abschlußprüfung und einem anschließenden einjährigem Praktikum und einem Abschlußgespräch in dem der Praktikant den Erfolg seiner Ausbildung nachweisen muß.
Während der praktischen Tätigkeit werden die für die Berufsausübung wesentlichen Kenntnisse und Fertigkeiten durch praktischen Einsatz vermittelt. In mindestens 50 Unterrichtsstunden an der Lehrrettungswache werden die in der theoretischen und praktischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse vertieft und geübt. Der Praktikant muß ein Berichtsheft führen in dem er seine Einsätze dokumentiert.
Das Abschlußgespräch, das jeder Praktikant absolvieren muß, wird gemeinsam von einem Arzt, der von der zuständigen Behörde beauftragt wird, und dem Verantwortlichen der Lehrrettungswache geführt. Erst dann erhält der Praktikant seine Anerkennung zum Rettungsassistenten.
Seit bestehen der Lehrrettungswache haben in Rosenheim 25 Auszubildende ihr Praktikum absolviert. Ein Teil dieser Absolventen konnte in unseren Rettungsdienst übernommen werden.
Informationen erhalten Sie über Tel. 08031/3019-28 oder per Email an neugebauer@kvrosenheim.brk.de
Bis Ende 2009 sind alle Praktikumsplätze zur Ausbildung von Rettungsassistenten belegt!
Praktische Ausbildung
Eisrettungsübung auf dem Simssee
Einkleiden
Im Rahmen der praktischen Ausbildung für Rettungsassistenten an der Lehrrettungswache Rosenheim wurde im März dieses Jahres eine Übung mit der Wasserwacht SEG Rosenheim vorbereitet. Ziel dieser Ausbildung ist in erster Linie die Rettung von Personen die ins Eis eingebrochen sind unter Berücksichtigung des Eigenschutzes, so wie das erkennen der eigenen Einsatzgrenzen und die Zusammenarbeit mit der Wasserwacht. Als erstes wurden die Teilnehmer von dem verantwortlichen Lehrrettungsassistenten Franz Maier der die Übung zusammen mit der Wasserwacht SEG Rosenheim plante, in die Gefahren winterlicher Gewässer, die Tragfähigkeit des Eises und in die verschiedenen Möglichkeiten der Eisrettung eingewiesen. Der praktische Teil wurde bei strahlendem Sonnenschein an den Wasserwachtstützpunkt Baierbach am Simssee verlegt. Hier hatten fleißige SEG ´ler ein ca. dreimal sieben Meter großes Loch in die Eisdecke geschnitten, das dann die Unfallstelle darstellen sollte. Nach der Einkleidung der RA-Praktikanten mit der Schutzausrüstung für Wasserretter, die aus einen Neoprenanzug mit den dazu gehörigen Handschuhen Füßlingen einem Helm und einer Rettungsweste zur Sicherung besteht, ging es mit dem Eisrettungsschlitten zur "Einsatzstelle" . Dort wartete bereits die eingebrochene Person (Vors. der WW OG Rosenheim Didi Eissing mit der Rettungstaucherin Moni Sturainer) auf die "Retter". Unter der Leitung des frisch gebackenen Einsatzleiters Wasserrettung Christoph Kreuzer konnten die RA-Praktikanten mit Unterstützung der WW SEG die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Rettung üben. Als Hilfsmittel kamen eine Leiter, ein Spineboard ,eine Menschenkette so wie der Erhard Eisrettungsschlitten zum Einsatz. Die Teilnehmer hatten an der Übung einen solchen Spaß, dass sie anschließend mit ihrem "Opfern" noch ein winterliches Bad im Simssee nahmen. Bei der abschließenden warmen Verpflegung in der geheizten Wasserwachthütte kamen alle Beteiligten zu dem Entschluss, das solche Übungen ein fester Bestandteil in der RA-Ausbildung werden sollen.
Eisrettung mit Erhardschlitten
Rettung mit Leiter